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00:00:00: Letzte Bewährungsfrist für Babler.

00:00:03: Bei einer Klausur der SPÖ-Spitzen mahnten jüngst Parteigranten und Länderchefs dringend einen Zitat mittigeren Kurs ein.

00:00:13: Warum sich Andreas Babler zur begleiteten Kontrolle der roten Regierungspolitik ab sofort vorab mit seinen neuen Länderchef in eine Art SPÖ Aufsichtsrat abstimmen muss, erzähle ich Ihnen in dieser Podcastfolge.

00:00:27: Die einen wie Niederösterreichs SPÖ-Chef und Landesrat Sven Hergovic schafften es nur am Samstag an zu reisen, die anderen wieder neue Kärntner.

00:00:36: Parteichef und Landeshauptmann Daniel Fellner konnten oder wollten sich nur Sonntag freimachen um der Einladung von Parteichef Andreas Babler zu einer Wochenendklausur der SPÖ Spitzenfunktionäre Folge zu leisten.

00:00:50: Da half auch nichts, dass der ehemalige Heurigenwirt Andreas Babler mit einer abendlichen gemeinsamen Weinverkostung im fessionablen Hotel Schloss Mauerbach lockte.

00:01:01: Vier von neun roten Länderschefs gaben dem Einlader sowohl für Samstag als auch für Sonntag einen Korb.

00:01:08: Salzburgs frischgebackener SPÖ-Chef Peter Eder und Vorarlbergs roter Spitzenmann Mario Leiter entschuldigten sich wegen Urlaubs.

00:01:17: Für den SPÖ-Steiermarktchef Max Lercher war die Anwesenheit beim legendären Altersseerkirrtag am ersten Septemberwochenende ein Pflichtermin, einem dreitägigen Volksfest mit rund zwanzigtausend Besuchern.

00:01:33: Das Hans Peter Doskuzil jeden Kontakt zur Bundespartei meidet gehört schon seit der Kühe des Dreißkirchner Bürgermeisters zum SPÖ.

00:01:41: Chef Zurotten Volklore Am letzten Ferienwochenende eine Präsidiumsklausur anzusetzen, war von Anfang an nicht ganz glücklich", sagt ein Teilnehmer.

00:01:53: Der rote Parteichef und Vizekanzler hatte erst Mitte Juli zu diesem roten Stelldichern eingeladen – ungefähr zeitgleich mit der Einladung von ÖVP-Chef Christian Stocker an seine engsten Spitzenfunktionäre.

00:02:05: Dass im Falle der SPÖ nur knapp die Hälfte der Länderschefs dem Ruf des obersten Genossen gefolgt prägte denn auch den Verlauf des ganzen Klausurwochenendes.

00:02:16: Weil Kerntens Daniel Fellner nur am Sonntag mit dabei war, musste dieser gleich mehrfach als Blitzableiter für internen Frust herhalten.

00:02:24: Wins Bürgermeister Michael Ludwig machte seinem Ärger über das Sommergespräch des Parteifreunds im ORF-Kerntenluft.

00:02:32: Denn auf die Frage was er von Wiener Plänen halte Asylberechtigte der Bundeshauptstadt auf alle Bundesländer zu verteilen hatte der rote Kärntner Landeschiff ohne Wimpernzucken die Anti-Wienkäule geschwungen.

00:02:46: Wenn er für jeden Unsinn, den ich aus Wien höre einen Euro bekäme, wäre er längst

00:02:50: Millionär.".

00:02:52: Fellner hat in dem Interview auch deutlich gemacht das Babler für ihn ein Ablaufdatum als Parteichef hat.

00:02:59: Nur noch fünfzehn Prozent für die SPÖ in den Umfragen sind die Deadline, hatte der Kärntener gesagt.

00:03:06: Zudem hatte jüngst ein medial breit gestreutes Treffen von Fellner mit dem Medienmanager Gerhard Zeiler die Gerüchte befeuert, dass dieser nun endgültig als Bablerersatz in Partei und Regierung in Stellung gebracht werde.

00:03:19: Für die verbliebenen Babler-Anhänger in der SPÖ Runde ein willkommener Aufhänger den kernten Spitzengenossen auch als Drahtzieher der jüngsten Ablösegerüchte ins Visier zu nehmen.

00:03:31: Die Debatte hat sich dann aber rasch Richtung Hans-Peter Doskrozil verlagert, so ein Teilnehmer.

00:03:37: Bei einem Abwesenden tun sich alle mit offener Kritik leichter.

00:03:42: Der burgenländische Landeschiff verweigert konsequent die Teilnahmeansitzungen sorgt aber mit regelmäßigen kritischen Zwischenrufen aus Eisenstadt für Unmut.

00:03:51: Einer, der noch relativ neu im Kreise der SPÖ-Spitzenfunktionäre ist und demnächst seine erste Wahl zu schlagen hat, wollte es offenbar nicht beim Frustablassen belassen.

00:04:02: Martin Winkler seit einem Jahr SPÖ Chef in Oberösterreich verbindet mit langjährigen SPÖ Granden wie Wiens Bürgermeister Ludwig oder Nationalratspräsidentin Doris Bures.

00:04:14: aber bereits eines Auch Winkeler lässt sich öffentlich kein böses Wort über den amtierenden Parteichef entlocken, intern rückt er aber dem chronisch erfolglosen Vizekanzler immer öfter kritisch zu Leibe.

00:04:28: Babler hat im SP-Öpräsidium schon lange keine Mehrheit mehr, analysiert.

00:04:32: ein Mitglied des roten Spitzengremiums Winkler, Newcomer im Roten Führungskreis wurde zwar ähnlich wie Babler in der sozialistischen Jugend politisch sozialisiert und hatte es Anfang der Neunzigerjahre als Nachfolger von Alfred Gusenbauer bis zum Bundeschef der Jusos gebracht.

00:04:51: Karriere hat er freilich nicht dem geschützten Biotop der Politik oder staatsnacher Jobs sondern als Unternehmer in der Finanzberatung gemacht.

00:04:59: Sein Startvorteil beim Comeback nach dreißig Jahren sagen langjährige Wegbegleiter sei, dass er glaubhaft vermitteln kann das er Politik aus Leidenschaft macht und nicht davon abhängig ist.

00:05:12: Es war aber nicht nur der Oberösterreicher, der bei der Präsidiumsklausur als Kernproblem der SPÖ mangelnde Glaubwürdigkeit benannte.

00:05:22: In Zeiten der allgemeinen Individualisierung und zunehmenden politischen Fokussierung auf Personen statt Programme stehe und falle.

00:05:31: der Erfolg einer Partei mit dessen Spitzenrepräsidentanten Wir werden von den Menschen aber als zerstretterner Haufen wahrgenommen, ließ Winkler nicht zum ersten Mal in kleiner Runde wissen.

00:05:43: Der Parteichef selber sei zudem mit einem linken Programm angetreten das weder bei den Wahlen zu einem Erfolg geführt habe noch in einer Koalition mit ÖVP und NEOS durchsetzbar sei.

00:05:54: Aber auch wenn Spitzenfunktionäre unter vier Augen proklamieren Babler ist nicht mehr tragbar.

00:06:00: seine Glaubwürdigkeit ist unrettbar verspielt.

00:06:04: Von einem Wechsel an der Parteispitze oder der Suche nach einem zukräftigeren Spitzenkandidaten war ein offizieller Runde der Rotengranden noch nicht die Rede.

00:06:14: Das Credo der roten Pragmatiker von Ludwig über Bures bis Winkler ist vielmehr, wir müssen einen mittigeren Kurs fahren um wieder mehr Erfolg bei Wahlen zu haben!

00:06:26: So wurde einmal mehr ein Plan entwickelt um den roten Vormann an die Kandare zu nehmen initiiert vom Aus der Unternehmenswelt kommenden Winkler.

00:06:37: Die an das Zusammenspiel von Vorständen und Aufsichtsräten angelehnte Idee, die neuen Länderchefs sollten sich ab sofort einmal monatlich gemeinsam mit Babler die großen Linien in Sachen Regierungsarbeit und Umsetzung neuer strategischer Schwerpunkte verbindlich besprechen.

00:06:55: Der Vorschlag wurde von der Hand voll anwesender Länderchefs wohlwollend abgenickt.

00:07:00: Die abwesenden roten Grunden sollten in den nächsten Tagen von Winkler per Rundruf ins Boot geholt werden.

00:07:08: Winklers möglicher Startvorteil beim widerspenstigsten Spitzenroten, Hans-Peter Doskosyl hatte Martin Winklar in dessen Unternehmerzeit für mehr als ein halbes Jahrzehnt als Aufsichtsrat in die burkenländische Landesholding berufen.

00:07:23: Das neue monatliche Länderschef treffen ist keine Besachwalterung für Andreas Babler.

00:07:29: Gibt ein dem SPÖ-Chef nach wie vor halbwegs gewogenes Präsidiumsmitglied vorsorglich als Parole aus, wie auch immer das einzig greifbare Ergebnis der jüngsten SPÖ Nabelschau intern apostrophiert wird!

00:07:45: Babler hat über das neue Gremium, mit dem er sich nun regelmäßig abstimmen muss – nicht gejubelt, sagt ein Sitzungsteilnehmer.

00:07:52: Denn er hat dort keine automatische Mehrheit.

00:07:56: Jubel löste das neu entwickelte Instrument zur begleitenden Kontrolle der Arbeit des SPÖ-Chefs aber auch im Kreise der Kontrolleure nicht rundum aus.

00:08:06: Ich werde mich demnicht verschließen, sagt einer, der nachträglich ins Boot geholt werden soll.

00:08:12: Einer der Sitzungsteilnehmer formuliert seine Bedenken mit einem Schuss mehr Optimismus.

00:08:17: Das war ein guter Beginn, aber es wird nicht leicht sein!

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von und mit trend.Redaktion

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